Diese Seite ist Buddy, meinem Seelenhund und Mitgründer von Pawsitive Dogtraining gewidmet.

Wenn ich anfange, über Buddy zu schreiben, könnte ich wahrscheinlich ein ganzes Buch daraus machen. In fast 10 Jahren hat man viel miteinander erlebt. So viele unvergessliche Momente, kleine und große, verschiedenste Veränderungen im Leben. Buddy schenkte uns unzählige wunderschöne Tage, aber auch einen der schlimmsten. 

Buddy ist mit 9 Wochen zu uns gekommen. Die Entscheidung für einen Hund, genauer einen weissen Schweizer Schäferhund Welpen, war eigentlich gut überlegt und geplant. Wir haben etliche Welpen- und Rassebücher gelesen, uns eine Hundeschule ausgesucht, in Foren gelesen und Fragen gestellt. Wir waren also theoretisch perfekt vorbereitet. Aber auch nur theoretisch. Eines Tages sah ich Ihn auf einer Internetseite der Züchter. Ich war anhand des Bildes sofort verliebt in den kleinen Eisbären. Termin mit den Züchtern ausgemacht, gewartet bis er endlich 4 Wochen alt war und hingefahren. Eigentlich war es so, dass die Züchter bestimmt hätten, ob man überhaupt einen Hund von Ihnen bekommt und welchen. Lediglich für ein Geschlecht konnte man sich "bewerben". Für mich war es aber klar, DAS ist unser Hund. Erst recht nachdem wir ihn kennengelernt haben. Mr. Grün wurde umgehend von mir Buddy getauft. Mit den Züchtern verstanden wir uns auf Anhieb, und es war schnell klar, dass wir einen Rüden bekommen würden. Aber dass es Buddy sein wird, war bis dato nur für mich Gesetz :)

Nachdem wir die Züchter nun bis zur Abholung so oft besuchten wie es Ihnen und uns möglich war, verzichteten wir auf keine Sekunde mit unserem Buddy. Natürlich nicht ohne jedesmal zu betonen, dass es MEIN Buddy ist. Es wurde mit leichtem Augenrollen und Grinsen zur Kenntnis genommen, aber Buddy hieß plötzlich auch bei den Züchtern Buddy.....Eines Tages, wir waren wieder zu Besuch, hielt man mich an der Eingangstür auf, ich wollte natürlich gleich zu Buddy, und sagte mir: Wir haben allen Welpen die Halsbänder abgenommen, wenn du Buddy erkennst, sollst du ihn haben. HA!!! Was für eine einfache Aufgabe.... rein ins Welpenzimmer, und nach 2 Sekunden hatte ich meinen Buddy auf dem Arm. Das Thema hätten wir also geklärt ;-)

Mit gut 9 Wochen, durften wir ihn bei den supertollen Züchtern abholen, und eine spannende Reise nahm Ihren Anfang. Die Welpenzeit war wunderschön und wie es auch bei Kindern ist, viel zu schnell vorbei. Buddy war recht schnell stubenrein, hat wenig zerkaut und auch die Beißhemmung hatten wir recht schnell im Griff. Vom ersten Moment bereicherte er unser Leben, zeigte uns aber auch, dass eine theoretische Vorbereitung eben nur theoretisch ist. Wir hatten also noch viel zu lernen. In der Hundeschule zeigte er sich vorbildlich. War Schäferhund typisch ein Musterknabe. 

Dann kam die Pubertät :-)

Mit etwas mehr als 1,5 Jahren wollten wir die Begleithundeprüfung ablegen. Buddy meisterte alles herausragend gut. Im letzten Training vor der Prüfung wollten wir alles nochmal durchgehen. Es funktionierte alles super, ausser..... plötzlich stand er aus der Ablage einfach wieder auf und kam zu mir. Von da an dauerte es ein halbes Jahr, bis ich ihn wieder sauber ablegen konnte. Durch die Prüfung sind wir natürlich durchgefallen. Von da an änderte sich einiges. Er hinterfragte immer wieder meine Signale. An der Leine lief er nur noch im Allrad Modus. Es war eine richtig anstrengende Zeit. Wir waren zeitweilig ganz schön gefrustet und genervt. Probierten mit unterschiedlichen Trainern viel aus. Nichts schien zu helfen. Mittlerweile war Ronja bei uns (wir waren etwas blauäugig) eingezogen und machte es tatsächlich nicht besser. Wer hätte es gedacht... Obwohl Sie für einen Mali eher zurückhaltend war. Bis ich einen Trainer aus meinem Hundeverein traf, der uns anbot, sich dem anzunehmen und uns zu helfen. Hier lernte ich tatsächlich endlich in der Praxis, was Körpersprachliches Arbeiten aber vor allem was RUHE bewahren bedeutet. Bis dahin war ich eher der ungeduldige, schnell genervte Typ, der eher wie die Axt im Walde und körpersprachlich wie eine "Sumo Elfe" unterwegs war.

Mein lieber Trainerkollege Daniel Patino, seines Zeichens zertifizierter Hundetrainer, der auch viel mit Tierheimhunden arbeitet, nahm sich also unser an. Aus dieser "Zusammenarbeit" ergab es sich recht schnell, dass er sich zum Mentor für Melanie und mich entwickelte. Und wir lernten insbesondere, dass das Zusammenleben mit einem Hund, viiiiiel mehr ist, als ein paar Sitz- oder Platzübungen. Dafür sind wir dir heute noch dankbar, lieber Daniel. Daraus resultierte schlussendlich auch, dass wir viel viel mehr über Hunde, Kynogologie und Verhalten lernen wollten. Wir entschlossen uns dazu, die gleiche Ausbildung wie Daniel, bei Ziemer und Falke zu absolvieren. So kam es final zu Pawsitive Dogtraining.

Buddys, oder sollte ich lieber sagen, unsere menschlichen Probleme, verschwanden im Laufe der Zeit und des Trainings dank unserer stetig wachsenden Kenntnisse und des steigenden Wissens. Er entwickelte sich zu meinem absoluten Seelenhund, der mich so viel besser kannte, als ich mich selbst. Bis zu seinem letzten Tag, testete er mich und seine Grenzen. Nahm sofort wahr, wenn ich nicht bei der Sache war, oder mich ihm gegenüber "Wischi-Waschi" verhielt. Er zeigte mir sofort, wann er mich ernst nahm, und wann wahrscheinlich lachend gedacht hat: Gib dir Mühe und versuchs nochmal :) Wir waren so eng verbunden.

Den im Hundetraining oft genannten Begriff der "Stimmungsübertragung", konnte man mit ihm perfekt vorführen. Wenn sich meine Stimmung änderte, änderte sich seine. Das bedeutet nicht, dass er immer meine Stimmung übernahm, aber er reagierte sofort darauf. So konnten Melanie und ich, nicht mal aufgeregt diskutieren. Streiten in seiner Gegenwart war nicht drin. Sofort wurde er nervös, drängte sich in die Mitte und beschwichtigte uns mit allen Mitteln. Wenn ich angespannt war, war er angespannt, war ich ausgelassen, war er es auch. Er war perfekt mit Welpen und Kindern. Mit uns sowieso. Liebte Schnee und Wasser, aber am meisten, liebte er uns. Und wir Ihn.

Als wir ihn damals, 2016 von Malou und Michael zu uns abholten, versprach ich ihm, dass ich ihn bis zu seinem letzten Atemzug begleiten und ihn nie alleine oder leiden lassen würde. Dieses Versprechen habe ich am 04.03.2026 schmerzhaft einlösen müssen. Krebs ist ein Arschloch. 2 Wochen zuvor diagnostizierte unser Tierarzt einen blutenden Milztumor und einen weiteren in der Leber. Wir konnten ihn aber nochmal mitnehmen, wohlwissend, dass wir von Tagen, maximal Wochen ausgehen konnten. So genossen wir alle, jeden verbleibenden Tag so intensiv wie nur möglich. 2 Wochen später halfen wir ihm über die Regenbogenbrücke. Er fehlt uns jede einzelne Sekunde des Tages. 

Aber bei aller Trauer, sind wir ihm einfach nur Dankbar für seine unendliche Liebe und Loyalität, zahllose unvergessliche Momente und dass er unser Leben so sehr bereichert und verändert hat. 

Bis wir uns wieder sehen mein Freund. Du bleibst unvergessen und geliebt. Run free Buddy oder auch: Armani Diamond Ice Angel of Dreams

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